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Polynukleotide: Zulassung in Europa, Korea, USA und Russland

Alexandra Stroganova ·
Polynukleotide: Zulassung in Europa, Korea, USA und Russland

Kurz gesagt: Wie Polynukleotide reguliert sind, hängt stark vom Land ab. In Europa und in der Schweiz gelten sie als Medizinprodukte und werden entsprechend überwacht. In Südkorea sind sie seit Jahren etabliert und die „Lachs-DNA" gehört dort zum Standard. In den USA sind Polynukleotide als Injektion für die Ästhetik dagegen nicht zugelassen – dort werden nur äusserliche Produkte als Kosmetik verkauft. In Russland sind Präparate wie Plinest registriert und sehr verbreitet. (Stand 2026.)

Bei alestetics® am Zürich HB: Wir arbeiten mit Polynukleotiden von PolyPhil™, meist in 3 Sitzungen. PolyPhil™ kostet bei uns CHF 500 pro Ampulle, der 3er-Plan CHF 1'200. Vorher messen wir deine Haut in der kostenlosen AURA 3D Hautanalyse.

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Wer sich über Polynukleotide informiert, findet widersprüchliche Aussagen: Mal heisst es, sie seien „nicht zugelassen", mal sind sie überall im Einsatz. Beides kann stimmen – je nachdem, von welchem Land die Rede ist. Wir sortieren das.

Zuerst: Was heisst „zugelassen" überhaupt?

Ein wichtiger Punkt vorweg. Länder regulieren solche Produkte unterschiedlich. In vielen Regionen gelten injizierbare Polynukleotide als Medizinprodukt – dann durchlaufen sie eine Konformitätsbewertung und dürfen mit entsprechender Kennzeichnung verwendet werden. In anderen Systemen, etwa den USA, ist die Hürde für injizierbare Präparate eine Arzneimittel-artige Zulassung, die diese Produkte bislang nicht haben. Deshalb kann dasselbe Präparat in einem Land verfügbar und in einem anderen nicht erlaubt sein.

Europa und die Schweiz: Medizinprodukte

In der Europäischen Union gelten injizierbare Polynukleotide als Medizinprodukte und tragen eine CE-Kennzeichnung nach der geltenden Medizinprodukte-Verordnung. Sie sind damit fester Bestandteil der ästhetischen Medizin.

In der Schweiz unterstehen Medizinprodukte der Aufsicht von Swissmedic. Verwendet werden CE-gekennzeichnete Produkte, die die Schweizer Anforderungen erfüllen. Für die Praxis heisst das: Polynukleotide sind hier regulär verfügbar und werden im medizinisch-ästhetischen Rahmen eingesetzt. Das von uns genutzte PolyPhil™ ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt.

Korea: das Mutterland der „Lachs-DNA"

Südkorea ist bei Polynukleotiden führend. Präparate wie Rejuran sind dort seit Jahren etabliert, intensiv angewendet und untersucht. Die koreanische Regulierungsbehörde beaufsichtigt diesen Markt, und die „Salmon DNA"-Behandlung ist Teil des kosmetisch-medizinischen Alltags. Ein grosser Teil der internationalen Bekanntheit von Polynukleotiden geht auf den koreanischen Markt zurück.

USA: als Injektion nicht zugelassen

In den USA ist die Lage anders – und das überrascht viele. Injizierbare Polynukleotide sind dort für die ästhetische Anwendung nicht zugelassen (Stand 2026). Was es gibt, sind äusserliche Produkte: Cremes und Seren mit verwandten Wirkstoffen (PDRN) werden als Kosmetik verkauft, denn Kosmetik unterliegt in den USA keiner Vorab-Zulassung.

Das führt zu einer paradoxen Situation: Ein Trend, der aus Korea und Europa kommt, ist in den USA als Behandlung nicht verfügbar. Amerikanerinnen, die Polynukleotide möchten, weichen deshalb oft ins Ausland aus. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass „nicht in den USA zugelassen" nicht dasselbe ist wie „unwirksam" – es spiegelt schlicht ein anderes Regulierungssystem.

Russland: registriert und sehr verbreitet

In Russland sind Polynukleotid-Präparate wie Plinest registriert und im Markt fest verankert. Die Behandlung – dort oft „Biorevitalisierung mit Polynukleotiden" genannt – ist weit verbreitet und beliebt. Entsprechend gross ist die Vertrautheit mit dem Namen Plinest, was regelmässig zu Fragen führt, wenn Kundinnen in die Schweiz kommen. Warum es hier PolyPhil statt Plinest ist, erklären wir im Artikel Plinest oder PolyPhil?.

Ein Blick in die Geschichte: PDRN seit 1994

Neu ist die Grundidee nicht. Die verwandte DNA-Fraktion PDRN wurde bereits 1994 in Italien für die Wundheilung zugelassen – etwa für schlecht heilende Wunden. Aus dieser medizinischen Anwendung hat sich der heutige Einsatz in der Hautverjüngung entwickelt. Polynukleotide sind also kein Modeprodukt ohne Historie, sondern ein Wirkprinzip mit jahrzehntelanger Grundlage.

Der Überblick

RegionStatus (Stand 2026)
EUMedizinprodukt mit CE-Kennzeichnung, etabliert
SchweizMedizinprodukt unter Swissmedic-Aufsicht, verfügbar
Koreaseit Jahren etabliert, sehr verbreitet
USAals Injektion nicht zugelassen; nur äusserliche Produkte als Kosmetik
Russlandregistriert, weit verbreitet (u. a. Plinest)

Was das für dich in Zürich bedeutet

In der Schweiz kannst du Polynukleotide in einem regulierten Rahmen erhalten. In der alestetics® Klinik am Zürich HB arbeiten wir mit dem CE-zertifizierten PolyPhil™. Ob die Behandlung für dich sinnvoll ist, klären wir vorab in der kostenlosen AURA 3D Hautanalyse.

Weiterlesen:


Sind Polynukleotide in der Schweiz zugelassen?

Polynukleotide gelten in der Schweiz als Medizinprodukte und unterstehen der Aufsicht von Swissmedic. Verwendet werden CE-gekennzeichnete Produkte. Sie sind hier regulär verfügbar und werden im medizinisch-ästhetischen Rahmen eingesetzt.

Sind Polynukleotide von der FDA zugelassen?

Injizierbare Polynukleotide sind in den USA für die ästhetische Anwendung nicht zugelassen (Stand 2025/2026). Äusserliche Produkte mit verwandten Wirkstoffen werden dort als Kosmetik verkauft, da Kosmetik keine Vorab-Zulassung benötigt.

Warum sind Polynukleotide in den USA nicht erhältlich, in Europa aber schon?

Weil die Regulierungssysteme unterschiedlich sind. In Europa gelten sie als Medizinprodukt, in den USA wäre für die Injektion eine arzneimittelartige Zulassung nötig, die bislang fehlt. „Nicht zugelassen" bedeutet dort nicht „unwirksam".

Seit wann gibt es diesen Wirkstoff?

Die verwandte Fraktion PDRN wurde bereits 1994 in Italien für die Wundheilung zugelassen. Der Einsatz in der Hautverjüngung hat sich aus dieser medizinischen Anwendung entwickelt.

Ist Plinest in Russland zugelassen?

Ja, Präparate wie Plinest sind in Russland registriert und weit verbreitet. In der Schweiz sind Polynukleotide von Mastelli über PolyPhil erhältlich.
Alexandra Stroganova – Gründerin alestetics® Zürich

Geschrieben von

Alexandra Stroganova

Gründerin alestetics® · Pre-Aging-Spezialistin

Medizinische Kosmetikerin · Sachkundenachweis V-NISSG · Lymphtherapeutin · seit 2021

Alexandra hat alestetics® 2021 in Zürich gegründet. Sie arbeitet nach dem Pre-Aging-Gedanken: die Hautqualität früh stärken, statt später zu kaschieren.

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