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Kann man HydraFacial im Sommer machen? Was die Wissenschaft sagt

Alexandra Stroganova ·
Kann man HydraFacial im Sommer machen? Was die Wissenschaft sagt

«Im Sommer lässt man die Haut besser in Ruhe.» Diesen Satz hören wir bei alestetics® jedes Jahr ab Mai. Gut gemeint – und falsch. Denn ausgerechnet im Sommer ist deine Haut am stärksten gefordert: Bis zu 80 Prozent der sichtbaren Hautalterung im Gesicht gehen auf die Sonne zurück. Die Monate, in denen viele ihrer Haut eine Pause gönnen wollen, sind genau die, in denen sie den meisten Schutz braucht.

Die Frage ist deshalb nicht ob, sondern was. Und beim HydraFacial im Sommer lautet die Antwort: ja, auch im Hochsommer.

Was der Zürcher Sommer mit deiner Haut macht

Der Sommer in Zürich ist intensiv, und er wird ausgekostet. Ein Nachmittag am Letten, das Feierabendbad im Zürichsee, dann zurück ins Büro – wo es selten eine richtige Klimaanlage gibt, dafür stickige, trockene Luft. Dazu kommen Schweiss, Chlor aus dem Freibad und jeden Tag frische Sonnencreme. Die Poren verstopfen schneller, der Teint wirkt müder, und obwohl es heiss ist, spannt die Haut.

Akne ist dabei längst kein Teenager-Thema. Bei rund 12 bis 14 Prozent der Erwachsenen bleibt sie bestehen, und im Sommer wird sie oft schlimmer.

Der grössere Gegner bleibt unsichtbar. UV-Strahlen lösen freie Radikale aus, die Kollagen und Elastin abbauen – die Faserstoffe hinter Festigkeit und Spannkraft der Haut. Genau hier setzt unser HydraFacial in Zürich an.

Der Moment, in dem deine Haut dünner wird

Bei einem HydraFacial wird die oberste Hornschicht abgetragen – messbar, und mehr, als viele vermuten.

Forschende haben das mit einem hochauflösenden Bildgebungsverfahren festgehalten: vorher, direkt danach, und zwei Wochen später. Unmittelbar nach der Behandlung war die Hornschicht von rund 9,4 auf 6,7 Mikrometer geschrumpft – fast ein Drittel weniger.

Das ist gewollt, denn nur über die freigelegte Oberfläche ziehen die Wirkstoffe richtig ein. Es erklärt auch, warum die Haut in den Tagen danach empfindlicher auf Sonne reagiert. Die Entwarnung steckt in derselben Untersuchung: Nach zwei Wochen lag alles wieder auf dem Ausgangswert, mit mikroskopischen Zeichen von Hautverjüngung.

Was Sommerhaut davon hat

Im letzten Schritt schleust HydraFacial Hyaluronsäure und Antioxidantien in die frisch gereinigte Haut. Antioxidantien sind die direkten Gegenspieler der freien Radikale, die UV-Strahlung auslöst. Eine Studie im Journal of Cosmetic Dermatology zeigte: Die Methode verbesserte die Hautqualität sichtbar und im Gewebe messbar, ohne die tieferen Hautschichten negativ zu beeinflussen. Der Antioxidantien-Gehalt der Haut liess sich darüber sogar erhöhen.

Und wenn deine Haut im Sommer zu Unreinheiten neigt: Eine Studie im Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology zeigte über sechs Behandlungen eine deutliche Verbesserung des Hautbilds bei aktiver Akne – genau das Thema, das Schweiss und Sonnencreme im Sommer verschärfen.

Ganz ohne Säure kommt die Behandlung trotzdem nicht aus. Der zweite Schritt arbeitet mit einem milden Peeling aus Salicyl- und Fruchtsäuren. Oberflächlich und gut verträglich, aber er macht die Haut für ein paar Tage anfälliger für UV.

Sommer-Peeling ja, Laser nein

Hier landet vieles im selben Topf, und genau da passieren Fehler. «Peeling im Sommer? Auf keinen Fall» – das gilt für manche Verfahren, für andere überhaupt nicht.

Sanfte, biostimulierende Peelings wie PRX-T33® und BioRePeel® sind auch im Hochsommer möglich. Sie tragen die Haut nicht sichtbar ab und lösen keine Lichtempfindlichkeit aus. Stattdessen regen sie das Gewebe an, selbst aktiv zu werden.

Bei Licht und Laser sieht es anders aus. IPL wie das Stellar M22™ und der fraktionierte ResurFX™-Laser reagieren mit dem Pigment in der Haut – auf gebräunter Haut steigt damit das Risiko für Verbrennungen und Pigmentstörungen. Diese Behandlungen planen wir bei alestetics® bewusst für Herbst und Winter, wenn die Ergebnisse präziser ausfallen.

Im Sommer kein ProblemBesser Herbst & Winter
HydraFacialIPL (Stellar M22™)
PRX-T33®ResurFX™ Laser
BioRePeel®

So planst du dein HydraFacial im Sommer

Komm nicht mit frischem Sonnenbrand oder gereizter Haut zur Behandlung. Fühlt sich alles normal an, bist du bereit – an den zwei, drei Tagen davor lässt du intensive Heimpeelings weg.

Sonnenschutz gehört für uns ohnehin in jede Tagesroutine, das ganze Jahr über, weil UV der grösste Treiber vorzeitiger Hautalterung ist. Nach einem HydraFacial wird er für ein paar Tage besonders wichtig: drei bis vier Tage die pralle Sonne meiden und täglich einen hohen Lichtschutz auftragen. In den ersten 24 Stunden lässt du Sauna, intensiven Sport und heisse Duschen aus, weil starkes Schwitzen die frische Haut reizt.

Steht ein Event oder die Rückkehr ins Büro nach den Ferien an? Leg das HydraFacial zwei bis drei Tage davor. Dann ist eine mögliche leichte Rötung weg und der Glow voll da.

Unsicher, was deine Haut gerade braucht?

In einer kostenlosen AURA 3D Hautanalyse schauen wir deiner Haut bis in die tieferen Schichten und finden heraus, ob HydraFacial dein Sommer-Treatment ist oder etwas anderes besser passt. Jetzt kostenlose AURA 3D Hautanalyse in Zürich sichern.

Häufige Fragen zur HydraFacial im Sommer

Kann ich nach einem Strandtag oder mit Sonnenbrand ein HydraFacial machen?

Lieber nicht. Auf verbrannter oder gereizter Haut wartest du besser, bis sie vollständig abgeheilt ist – Reinigung, Peeling und Wirkstoffe würden sie sonst zusätzlich stressen. Sobald sich die Haut wieder normal anfühlt, steht nichts im Weg.

Wie lange vor einem Event sollte ich mein HydraFacial einplanen?

Zwei bis drei Tage vorher ist ideal. Eine mögliche leichte Rötung ist dann verschwunden, und die Seren arbeiten in den Tagen danach weiter.

Brauche ich nach dem HydraFacial wirklich Sonnenschutz, auch wenn nichts schält?

Ja, und nicht nur danach. Täglicher Lichtschutz gehört das ganze Jahr in die Hautpflege, weil UV-Strahlen auch ohne Sonnenbrand Schaden anrichten. Direkt nach der Behandlung ist die oberste Hautschicht zusätzlich dünner und lässt UV-Strahlen leichter durch – dann zählt der Schutz besonders.

Ist HydraFacial im Sommer besser als im Winter?

Gut ist es immer. Im Sommer geht es vor allem um Tiefenreinigung und Feuchtigkeit, wenn Schweiss und Hitze die Poren belasten. Im Winter rückt eher die trockene Heizungsluft in den Fokus.

Welche Behandlungen sollte ich im Sommer eher verschieben?

Licht- und laserbasierte Verfahren wie IPL (Stellar M22™) und ResurFX™ gehören in die kühlere Jahreszeit. Sanfte Peelings wie PRX-T33® und BioRePeel® sind dagegen auch jetzt möglich.

Quellen & Studien

Die Aussagen in diesem Beitrag stützen sich auf folgende wissenschaftliche Publikationen:

  1. Razi S et al. (2024). Hydradermabrasion through the lens of Line-Field Confocal Optical Coherence Tomography. Skin Res Technol. PubMed 38558475
  2. Freedman BM (2008). Hydradermabrasion: an innovative modality for nonablative facial rejuvenation. J Cosmet Dermatol. PubMed 19146604
  3. Storgard R et al. (2022). Efficacy and Tolerability of HydraFacial Clarifying Treatment Series in the Treatment of Active Acne Vulgaris. J Clin Aesthet Dermatol. PubMed 36569524
Alexandra Stroganova – Gründerin alestetics® Zürich

Geschrieben von

Alexandra Stroganova

Gründerin alestetics® · Pre-Aging-Spezialistin

Medizinische Kosmetikerin · Sachkundenachweis V-NISSG · Lymphtherapeutin · seit 2021

Alexandra hat alestetics® 2021 in Zürich gegründet. Sie arbeitet nach dem Pre-Aging-Gedanken: die Hautqualität früh stärken, statt später zu kaschieren.

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